Internationale Woche der Homöopathie 2016

Traunstein.

Strahlende Gesichter bei den Veranstaltern: Ein Riesenerfolg waren die 5. Traunsteiner Homöopathietage am Wochenende (8. und 9. April 2016) in der Aula der Berufsschule in Traunstein. Weit über 400 Besucher, viele aus Österreich (!), zeigten, dass die Wirkung von Homöopathie bei vielen Menschen bekannt und das Interesse daran gewaltig ist.Die Themenpalette der über 20 Vorträge war sehr vielfältig ausgewählt - und so gab es für viele Einzelbereiche spezielle Informationen. Ziel dieses Treffen war das Miteinander all derer, die im Bereich der Homöopathie tätig sind, zu vertiefen, ob sie sich nun mit dem Menschen, den Tieren, den Pflanzen beziehungsweise den Böden befassen. Das ist uns gelungen!

Im Fokus standen die Themen "Gesundheit, Vorsorge und Homöopathie": Knapp 20 Referenten sprachen über gesunde Ernährung, Allergien, Behandlung bei Schulproblemen, über chronische Erkrankungen oder über homöopathische Prävention für das Alter ebenso wie über Tiergesundheit, den Nutzen der Homöopathie im Garten, und die Bedeutung der Bienen.
Die Vertiefung fand in einer lebhaften Diskussionsrunde statt.

Altlandrat Hermann Steinmaßl gab als Schirmherr der Veranstaltung bereits ein Thema vor, das später immer wieder zur Sprache kam: Bei all den modernen Geräten und Laboren bestehe die Gefahr, dass der Mensch als Ganzes übersehen werde und, dass nicht ausreichend nach den Ursachen der Krankheiten gesucht wird. Dabei betonte Steinmaßl den hohen Stellenwert der Ernährung und - als Stufe davor - der gesunden Erzeugung der Lebensmittel.

Einen Gedankenanstoß zu Vorsorge- und Früherkennungsuntersuchungen gab die Homöopathin Beate Bolz aus Bad Endorf. Hier sollte man, so ihre Empfehlung, Untersuchungen wie etwa die Mammographie durchaus mit Vorsicht betrachten.  Sie bezog sich auf die Ausführungen der Barmer-GEK in ihrem Patientenportal - also Informationen, die jedem zugänglich sind, nur leider selten genutzt werden. Die Gefahr von Überdiagnose und anschließender Übertherapie sei nicht von der Hand zu weisen. Besser sei es allemal, sinnvoll vorzubeugen - mit den bekannten Möglichkeiten:

*       frische Luft,

*       Temperaturwechsel,

*       sich weniger den Alltagsstrahlungen von Fernseher bis zum Handy auszusetzen,

*       sich zu bewegen,

*       gesund zu ernähren und

*       lieber zu homöopathischen Heilmitteln greifen.

Und, das war ein ganz besonderer Appell: Man solle auch mal "Krankheiten zulassen als sinnvolle Ruhepause". Das bedeute, dass nicht immer alles gleich therapiert werden müsse. Sich ins Bett legen, Tee trinken und eine Pause machen sei durchaus mal eine ganz gute Alternative. Zuletzt brach sie noch eine Lanze für die Homöopathie mit ihren intensiven Behandlungsgesprächen, neben der umfassenden Untersuchung und der individuellen Wahl des passenden Einzelmittels. Denn, so betonte sie, der Mensch brauche mitunter jemanden, der ausführlich mit ihm spreche und bei der Vielzahl der Möglichkeiten moderner Medizin neutral berate.

Kurse: